Keyword-Optimierung als Ratgeber- oder Sachbuchautor

Unter Ratgeber- und Sachbuchautoren im Selfpublishing-Bereich ist es mittlerweile bekannt, wie wichtig saubere, kontinuierliche Keyword-Optimierung ist. Keywords-Optimierung steht für die Verbesserung relevanter Suchbegriffe in Titel, Untertitel, Beschreibungstext und auch den Amazon-Keywords (bei KDP). Aber warum ist das so? Wie findet man die richtigen Keywords und was ist des Guten zu viel? Diese Fragen sollen in diesem Artikel kurz eruiert werden.

Warum sind Keywords wichtig?

Es ist schon spannend, welche – zum Teil haarsträubenden – Theorien man über die Optimierung von Suchwörtern lesen kann. Manchmal verkommt es regelrecht zur Wissenschaft. Dabei reicht in der Regel schon der gesunde Menschenverstand aus, die besten Suchwörter für das eigene Buch zu identifizieren. Zunächst stellt sich die Frage, warum Keywords überhaupt wichtig sind:

  • Die richtigen Suchbegriffe steuern die richtige (relevante) Zielgruppe an. Dadurch kann man – ohne eigene Marketingbemühungen – organische Reichweite generieren und genau die Zielgruppe erreichen, die ohnehin nach dem Thema des eigenen Buches sucht.
  • Keywords erzeugen somit wichtige Sichtbarkeit für unser Buch. Es wird gefunden, allerdings entscheidet die Konversionsrate anschließend, wie viele Interessenten zu Kunden werden.
  • Keywords erzeugen damit Verkäufe. Hierfür ist vor allen Dingen Relevanz wichtig. Das heißt, dass die verwendeten Keywords genau auf die Problemlösung Deines Buches hinweisen. Daher gilt es, parallel an der Optimierung der Konversionsfaktoren (Cover, Titel und Untertitel, Beschreibungstext, Blick-ins-Buch, Markenbekanntheit, usw.) zu arbeiten.
  • Verkäufe wiederum verbessern den Rang in den Algorithmen der großen Online-Plattformen (insb. Amazon). Das führt idealerweise wieder zu mehr Sichtbarkeit und mehr Verkäufen.
  • Dieser Prozess führt nicht zuletzt zu zufriedenen Kunden, positiven Rezensionen, stärkt unsere Marke als Autor und schafft eine wichtige Fanbase von (wiederkehrenden) Lesern.

Die richtigen Keywords können uns somit nicht nur weitere Sichtbarkeit verschaffen, sondern auch erheblich dabei helfen, als unbekannter Autor erste Augenpaare auf unser Werk zu richten.

Was sind die „richtigen“ Keywords?

Es gibt Schlagwörter, die mehrere Millionen Mal am Tag gesucht werden. Haben diese aber nichts mit dem Thema des eigenen Buches zu tun, ist es vollkommen sinnlos, sie zu nutzen. Gerne gebe ich daher einige Tipps, wie man die „richtigen“ Keywords findet.

  • Aus shorttail-Keywords longtail-Keywords machen. Klingt erstmal nach Fachchinesisch, ist aber einfach erklärt. Shorttail-Keywords bestehen in der Regel nur aus einem einzigen Schlagwort, z. B. „Autor“. Longail-Keywords sind die dazugehörige Spezifikation, z. B. „Sachbuchautor werden“.
  • Shorttail-Keywords haben zwar tendentiell eine höheres Suchvolumen, sind aber auch stärker umkämpft. Mit longtail-Keywords hast Du deshalb sehr viel bessere Chancen, mit Deinem Buch gefunden zu werden (bei weniger Konkurrenz). Darüber hinaus weisen longtail-Keywords eine viel höhere Relevanz auf, weil sie genauere Suchanfragen darstellen.

  • Die besten Keywords bestehen aus wenig Konkurrenz aber hoher Suchanfrage. Hierfür gibt es auch Software-Lösungen.
  • Die besten Keywords werden über Titel bzw. Untertitel auch in Google gefunden. Hierfür kann beispielsweise der Google Keyword Planner (Google Ads) genutzt werden.
  • Auch gute Keywords können sich mit der Zeit ändern. Daher sollten sie regelmäßig auf Konkurrenzsituation und Suchvolumen überprüft werden.

Wie findet man die „richtigen“ Keywords?

Um die richtigen Keywords zu finden gibt es eine ganze Reihe verschiedener Herangehensweisen. Grundsätzlich empfehlen wir, sich immer zuerst mit den manuellen Methoden zu nähern. Hierfür kann man frei zugängliche Tools wie den Google Keyword Planner oder auch den Amazon-Autocomplete nutzen. Das ist wichtig, damit man selbst ein Gefühl für Suchanfragen, Suchvolumen und den Unterschied von shorttail- und longtail-Keywords erhält. Wer später etwas ambitionierter wird und wirklich im Detail recherchieren und analysieren will, der kann dann auch professionelle bezahlte Tools heranziehen.

Typische Fehler

Nun gibt es jede Menge Fehler, die man gerade beim „Keywording“ unbedingt kennen und vermeiden sollte. Sonst kann man sich mit einer vermeintlich guten Keyword-Strategie am Ende wieder alles vermasseln. Besonder häufig beobachten wir:

  • Keyword-Stuffing: Das heißt, der Autor stopft Titel, Untertitel und Buchbeschreibung mit den Keywords voll. Das sieht nicht nur hässlich aus, sondern verhindert auch schöne, möglicherweise provokative und emotionalisierende Titel.
  • Die richtige Mischung machts: Ein weiterer geläufiger Fehler ist, dass Keyword-Kombinationen zu häufig genutzt werden. Eine angenehme Keyword-Dichte in der Beschreibung liegt bei 1 bis 3 Prozent.
  • Es werden zu viele shorttail- und zu wenig longtail-Keywords genutzt. Dadurch verschleudert man häufig die Chance eine spezifische Zielgruppe mit klaren Problemen zu erreichen.

Keyword-Optimierung muss nicht schwer sein. Wer aus Kundensicht denkt und sich mit den Grundlagen beschäftigt, dem wird im Laufe der Zeit auffallen, welch mächtiges Instrument er in Händen hält. Wenn Du zu diesem Thema mehr erfahren willst, kannst Du gerne auf die erweiterte Fassung dieses Artikels der Kindle-Ingenieure schauen. Du findest ihn hier.

Noch Fragen zur Keyword-Optimierung? Schreiben Sie sie in den Kommentar!

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